Allgemeines

Ziele des Projekts

Der Vollausbau der S33 Kremser Schnellstraße mit der neuen Donaubrücke Trais-mauer als Verbindung zur S5 Stockerauer Schnellstraße ist eine jener Maßnahmen, die für die überregionale und auch lokale Entwicklung von großer Bedeutung ist. Die Donaubrücke Traismauer ist Teil des großräumigen Autobahn- und Schnellstraßenringes um Wien. Die aus dem Großraum Brünn kommende A5 Nord Autobahn wird dadurch an die A1 West Autobahn nach Westen (Richtung Salzburg und München) angeschlossen.

Mit dem Bau der S33 Donaubrücke Traismauer werden somit folgende Zielsetzungen erreicht:
Verbesserung der Erreichbarkeit des NÖ Zentralraumes

  • Schaffung einer leistungsfähigen Achse von der S5 Stockerauer Schnellstraße über die S33 Kremser Schnellstraße zur A1 West Autobahn
  • Verkürzung der Fahrzeit, speziell für LKW´s bzw. Einsparung von Umwegfahrten über die Donaubrücke Krems
  • Stärkung der Wirtschaftsstandorte entlang des hochrangigen Straßennetzes, insbesondere des Wirtschaftsstandortes Krems
  • Entlastung der Ortsgebiete entlang der B 19 Tullner Straße
  • Entlastung der Kremser Donaubrücke und somit Hebung der Wohnqualität in den östlichen Siedlungsgebieten von Krems
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit

Kremser Schnellstraße

Projektstatus

Die §4 Verordnung nach Bundesstraßengesetz (BStG) wurde am 18. Oktober 2006 erlassen. Weiters liegen für die Materienrechtsverfahren (z.B. Wasserrecht, Forstrecht, Naturschutz, Schifffahrtsrecht oder Kulturumwandlung) die rechtsgültigen Bescheide vor.

Die im Oktober 2006 begonnenen Vorarbeiten (archäologische Rettungsgrabungen, Kampfmittelräumungen, Schlägerungen, Rodungen, Leitungsumlegungen und die Herstellung von Stillgewässern) konnten vor Baubeginn fertig gestellt werden. Das Projekt „S33 Donaubrücke Traismauer“ wurde in 3 Teilen (Baulos Nord, Baulos Großbrücken und Baulos Süd) im offenen Verfahren europaweit ausgeschrieben. Die Hauptbaulose wurden im Oktober 2007 wie folgt vergeben:

Baulos Nord: ARGE Hinteregger / Swietelsky / Pittel+Brausewetter / Bilfinger Berger / Max Bögl
Baulos Großbrücken: Firma ALPINE BAU GmbH
Baulos Süd: ARGE PORR Technobau und Umwelt AG / STRABAG AG

Der Baubeginn fand am 19.11.2007 statt, wobei die Arbeiten für die Baustelleneinrichtung und Baufeldabgrenzung 2007 im Wesentlichen abgeschlossen wurden. Ab Anfang 2008 sind bei allen drei Baulosen die Straßen- und Brückenbauarbeiten voll im Gange. Die Verkehrsfreigabe ist für Ende 2010 vorgesehen. Fertigstellungstermin Mitte 2011.

Beschreibung der Trasse

Die Trasse der S33 Donaubrücke Traismauer schwenkt im Bereich zwischen Wagram ob der Traisen und Hollenburg von der bestehenden S33 ab und quert anschließend rechtwinkelig die Donau. Die Länge der Donaubrücke einschließlich der beiden unmittelbar anschließenden Vor-landbrücken beträgt 1.125 m. Im weiteren Verlauf führt die Trasse durch vorwiegend landwirtschaftlich genutztes Gebiet östlich an Donaudorf vorbei und bindet nach der Querung des Kampflusses zwischen Grunddorf und Jettsdorf an die S5 an.

Als Fahrbahn-Querschnitt werden zwei getrennten Richtungsfahrbahnen mit baulicher Mitteltrennung zur Ausführung gelangen. Jede der beiden 12,5 m breiten Richtungsfahrbahnen besteht aus zwei Fahrstreifen und einem Abstellstreifen.Die Festlegung der Trassierungsparameter erfolgte dementsprechend in Form einer höchstrangigen Straße mit je 2 Richtungsfahrbahnen und einer Kronenbreite von ca. 30 m, Kurvenradien für eine Trassierungsgeschwindigkeit von 130 km/h, der Errichtung eines Begleitwegenetzes und der erforderlichen naturschutzfachlichen Maßnahmen. Der Anschluss sowohl an die S5 als auch an die S33 erfolgt mit Knotenausbildungen, bei denen alle Verkehrsrelationen möglich sind.


Entlang der Gesamttrasse werden 24 Brückenobjekte (inkl. Anschlussstellen und Durchlässe) errichtet, wobei die Donaubrücke, mit einer Länge von 356 m, die Vorlandbrücke Süd mit einer Länge von 320 m und die Vorlandbrücke Nord mit einer Länge von 449 m als größte Brückenobjekte das Herzstück der neuen Trasse darstellen. Da die Trasse der Donaubrücke Traismauer ein Natura 2000-Gebiet berührt, werden zahlreiche Umweltschutzmaßnahmen umgesetzt. So werden unter anderem einige Amphibien- und Wilddurchlässe errichtet, welche die Vernetzung der Kleintierlebewesen herstellen.

Zahlen, Fakten, Daten

6,6 Km Baulosgesamtlänge 1.750.000 Dammkörperschüttung
24 Brückenbauwerke 270.000 bituminöser Belag
20.000 lfm Bohrpfähle 55.000

Schüttung für Lärmschutzdamm

115.000 Beton
14.000 to Bewehrungsstahl 39.000 Lärmschutzwand
60.000 Tragwerksabdichtung 26.000 lfm Leitschienen
35.000 Kolkschutz 14 Stk. Überkopfwegweiser

Gesamtkosten

Die geschätzten Netto-Gesamtkosten für die S33 Donaubrücke Traismauer einschließlich aller notwendigen Grundeinlösen, Planung, Bau und Projektmanagement betragen ca. € 170 Mio.

Projektsorganisation

Gesamtprojektleitung
ASFINAG BAU MANAGEMENT GMBH
Koordination Bundesländer
Niederösterreich: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung,
Gruppe Straße,
Abteilungen ST5 - Brückenbau und ST7 - Autobahnen und Schnellstraßen

Kontakt

Projektleiter Gerald STÖCKL

gerald.stoeckl@asfinag.at
Tel.: +43 (0) 50108 - 32671

ASFINAG Baumanagement GmbH
Rotenturmstraße 5-9
1011 Wien

Gesamtleitung
Örtliche Bauaufsicht
und Brückenbau

Günther BEHON guenther.behon@noel.gv.at
Mobil: 0676/812 60512

Amt der NÖ Landesregierung
Gruppe Straße
Abteilung Brückenbau (ST5)
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten

Ombudsmann und
ÖBA-Leiter-Stellvertreter
Paul ULLMANN ullmann.paul@gmx.at

Mobil: 0676/812 605826

Amt der NÖ Landesregierung
Gruppe Straße
Abteilung Brückenbau (ST5)
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten

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